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Buschwindröschen (Anemone nemorosa)

Das Buschwindröschen - Pflanze des Monats März 2013

Erste Wahl, wenn es um die Frühblüher geht

Buschwindröschen, Foto: Rainer Deible

Als Pflanze des März 2013 wurde von der Umweltstiftung Rastatt das "Buschwindröschen" gewählt.

Es ist einer unserer bekanntesten Frühjahrsblüher. Zusammen mit dem Scharbockskraut eröffnet es im Frühjahr den Blütenreigen. In unseren Laubwäldern ist es nicht selten anzutreffen. Im März bilden sich ganze Teppiche des Buschwindröschens am Fuße von noch kahlen Bäumen und Sträuchern.

Die Blüte wird gebildet aus sechs weißen manchmal auch rötlich angelaufenen Blütenblättern; bei kalter Witterung, Regenwetter und nachts ist die Blüte geschlossen und nach unten geneigt.

Buschwindröschen 2, Foto: Rainer Deible

Die Blätter sind sehr zart und besitzen keinen Verdunstungsschutz. Dies ist auch nicht notwendig, da der Waldboden im Frühjahr soviel Winterfeuchte besitzt, dass sich die Pflanzen ausreichend mit Wasser versorgen können. Anemone nemorosa – wie das Buschwindröschen mit wissenschaftlichem Namen heißt, überwintert mit einem sogenannten Wurzelstock. Im Innern dieses Wurzelstocks werden Baustoffe gespeichert. Mit Hilfe dieser gespeicherten Nährstoffe kann es bereits im zeitigen Frühjahr austreiben.

Das frische Kraut der Gattung Anemone schmeckt brennend scharf und weist ein leichtes Gift auf, das dem Vieh, wenn es die Pflanzen in Mengen frisst, gefährlich werden kann. Allerdings wird das Gift beim Trocknen abgebaut.

Will man die weißen Blütenteppiche der Wildpflanze in diesem Jahr bewundern, sollte man in einer wärmeren Frühjahrszeit mit dem Waldspaziergang nicht zu lange warten. Denn die Pracht ist bald vergangen. Schon im Mai, wenn das Laubdach des Waldes dichter wird und nur noch wenig Licht auf den Boden lässt, verblüht das Buschwindröschen.

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