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Wildbienen auf Blumenwiesen (Rastatt)

Projektträger:

Stadt Rastatt

Was passiert, wenn ein Rasen nicht mehr mindestens zehnmal im Jahr geschoren, sondern nur noch zweimal gemäht wird? Diese Frage stellte sich die Stadt Rastatt im Zuge ihrer Initiative zur Extensivierung der Grünflächenpflege. Das NABU-Umweltzentrum Rastatt wurde mit der Beobachtung der Vegetationsentwicklung und des Bestands von blütenbesuchenden Insekten auf drei Grünflächen beauftragt.

Eine Furchenbiene sammelt Pollen auf dem Blütenstand des gelben Ferkelkrauts

Beispielhaft wurden 2002 bis 2006 dreimal jährlich für je eine Stunde Wildbienen gefangen und anschließend die Arten bestimmt. Am Ende der Untersuchungen sollten Empfehlungen für eine Flächenpflege stehen, die eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt unterstützt.

Im Verlauf der von der Umweltstiftung Rastatt geförderten Studie wurden 103 Wildbienenarten nachgewiesen, 22 % aller in Baden-Württemberg vorkommenden Arten. Um diese erstaunliche hohe Artenvielfalt auf den städtischen Wiesen zu erhalten und zu fördern, kommt das Gutachten zu klaren Empfehlungen:

Blüte der Saatwicke
  • Die erste Mahd der Grünflächen sollte Ende Mai bis Mitte Juni erfolgen.
  • Die zweite Mahd folgt Ende September.
  • Das Schnittgut sollte zum Aussamen auf der Fläche eine Woche trocknen.
  • Nach dem Trocknen ist das Schnittgut abzutransportieren.

Stand des Projektes:

Der Abschlussbericht der fünfjährigen Bestandserhebungen wurde im Januar 2007 abgegeben.

Projektkosten:

Die Umweltstiftung Rastatt hat das Projekt mit insgesamt 11.897,50 € bei Gesamtkosten von 12.424,50 € gefördert (=95,75%).

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