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Gemeiner Efeu (Hederix helix)

Gemeiner Efeu - Pflanze des Monats November 2013

Einziger heimischer Wurzelkletterer Europas

Gemeiner Efeu (Hedera helix), Blütenstand

Zur Pflanze des Monats November 2013 hat die Umweltstiftung Rastatt den Gemeinen Efeu, auch Gewöhnlicher Efeu genannt, gewählt.

In der Verwaltungsgemeinschaft Rastatt – dem Wirkungsbereich der Umweltstiftung Rastatt – kommt er recht häufig vor. Besonders prächtige Exemplare findet man beispielsweise an alten Stieleichen in unseren Rheinauen.

Wer im Oktober und November einer efeubedeckten Mauer oder Hauswand entlanggeht, wird sich sicher über das summende Leben in seinen Zweigen wundern. Überwiegend Schwebfliegen aber auch Bienen und Schmetterlingen, ist noch einmal der Tisch reichlich gedeckt. Kleine, unscheinbare, gelblichweiße Blüten mit 5 Blütenblättern stehen in Dolden an aufrechten Blütenstielen. Das ist zu der Jahreszeit eine Besonderheit. Allerdings dauert es ca. 20 Jahre, bis der Efeu Blüten hervorbringen kann.

Die Früchte wachsen über den Winter heran. Sie sind erbsengroß und durch eine schwarzblaue Färbung gekennzeichnet. Die immergrünen Blätter sind dunkelgrün und besitzen eine ledrige Oberfläche, wobei die Blütentriebe rautenförmige Blattformen aufweisen und an den nichtblühenden Trieben drei- oder fünflappige Blätter zu finden sind. 

Die Früchte wachsen über den Winter heran. Sie sind erbsengroß und durch eine schwarzblaue Färbung gekennzeichnet. Die immergrünen Blätter sind dunkelgrün und besitzen eine ledrige Oberfläche, wobei die Blütentriebe rautenförmige Blattformen aufweisen und an den nichtblühenden Trieben drei- oder fünflappige Blätter zu finden sind. 

Alle Pflanzenteile werden für den Menschen als leicht giftig eingestuft. Das Fruchtfleisch der verlockend aussehenden Früchte ist besonders gefährlich für Kinder, da verzehrte Beeren schon in geringer Anzahl Vergiftungen verursachen. Während die zwischen Februar und April reifenden Früchte für zahlreiche Singvogelarten wie Stare, Amseln und Drosseln, Gartenrotschwänzchen und Mönchsgrasmücken in der kalten Jahreszeit eine willkommenen Futterquelle darstellen, ist der Efeu für eine große Anzahl von Tieren giftig, etwa für Pferde, Hunde, Katzen und auch Nager.

Der Efeu war in der Antike eine heilige Pflanze. Die alten Ägypter huldigten mit den immergrünen Kletterranken ihren Gott Osiris, in Griechenland war er Bacchus, dem Gott des Weines, des Rausches und der Fruchtbarkeit, geweiht. Auch heute gilt er noch als Symbol der Heiterkeit, und die Winzer hängen einen Efeukranz an ihre Türen.

In der Naturheilkunde wird der Efeu aufgrund seiner krampf- und schleimlösenden Effekte verarbeitet zu Trockenextrakt-Präparaten zur Behandlung von bronchialen Erkrankungen eingesetzt.

Eine Anwendung in Teeform ist aufgrund der dann sehr ausgeprägten Wirkung hingegen nicht zu empfehlen. Die äußerliche Behandlung ist wiederum unbedenklich, so darf sich die Frauenwelt an Efeuumschlägen gegen Orangenhaut und straffenden Figur-Cremes erfreuen. Über das Erreichen der gewünschten Wirkungen lässt es sich jedoch streiten

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