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Steife Segge (Carex elata)

Die Steife Segge ist Pflanze des Monats Februar 2016

Steife Segge ist ein typisches Riedgras

Die Steife Segge ist ein typisches Riedgras.

Zur Pflanze des Monats Februar 2016 hat die Umweltstiftung Rastatt die Steife Segge (Carex elata) - ein typisches Riedgras - gewählt.

Die Pflanze gehört zu den Sauergräsern

Die Steife Segge ist ein Sauergras und gehört der Gattung Carex. Mit rund 120 Arten stellt diese Gattung in der deutschen Pflanzenwelt eine der artenreichsten Gruppen dar. Die Sauergräser unterscheiden sich von den Süßgräsern – wie beispielsweise dem Glatthafer oder dem Wiesenfuchsschwanz - durch ihren meist dreikantigen Stängel, der nicht hohl, sondern mit Mark gefüllt ist. Viele Süßgräser sind gute Futtergräser, schmecken allerdings nicht „süß“ wie ihr Namen vermuten lässt. Die meisten Sauergräser werden dagegen vom Vieh gemieden, da sie aufgrund ihres hohen Kieselsäuregehalts oft hart und scharfkantig sind.

Die Segge kann einen Menschen tragen

Ihre stramm aufrecht wachsenden Stängel sind scharf dreikantig und oben rau. Nur an der Basis haben diese raue Blätter. Das Austreiben und Blühen erfolgt im April und Mai. Von anderen bei uns vorkommenden Sauergräsern wie beispielsweise der Sumpf Segge oder der Ufer Segge unterscheidet sich die Steife Segge durch ihre sehr stattlichen, stockwerkartig aufgebauten dichten Kuppen,  die auch als Bulten bezeichnet werden. Diese Horste können bis zu einem Meter säulenartig emporwachsen. Durch immer wieder neue Austriebe aus dem Innern der Horste sind sie außerordentlich fest und können sogar einen Menschen tragen.

Seggen bevorzugen feuchten Untergrund

Sauergräser wachsen an vielen verschiedenen Standorten. Besonders häufig kommen sie jedoch auf feuchten bis nassen Standorten vor. Zunehmende Trockenlegung von Sümpfen und Nasswiesen haben bewirkt, dass Riedgrasbestände in den letzten Jahren zunehmend seltener geworden sind. Auch die Steife Segge wächst bei uns in zeitweise überstauten, versumpften Wuchsorten wie Nasswiesen, in Verlandungszonen von Gewässern, aber auch in lichten Erlenbruchwäldern und in Weidengebüschen .  In Baden-Württemberg hat die Pflanze einen Verbreitungsschwerpunkt im Oberrheingraben. Mit ihren tiefreichenden Wurzeln trägt sie zur Verlandung von Gewässern bei. Die Horste ragen bei Hochwasserstand aus dem Wasser heraus, vertragen aber auch völliges Austrocknen und totale Überflutung.

Segge kommt von schneiden

Sowohl der lateinische Name als auch der deutsche Name der Segge leiten sich von Wörtern mit der Bedeutung „schneiden“ ab. So bedeutet der lateinische Namen Carex  „Pflanze mit schneidenden Blättern“. Segge ist niederdeutsch und bedeutet „Schneide“.

Nutzung als Gartenpflanze

Der französische Name der Steifen Segge, le grand carex, war namensgebend für das größte Seeuferfeuchtgebiet der Schweiz, der Grande  Cariçaie am Neuenburgersee. Das Mahdgut von Seggen,  wurde ehemals als Streu genutzt.  Heute spielen Seggen in der Landwirtschaft keine Rolle mehr, sondern sind vielmehr wichtige Elemente in der Gartenkultur.