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Der gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia)

Die Pflanze des Monats Juli 2017 - Gewöhnlicher Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia)

Vom Winde verweht

Der Löwenzahn ist bei Bienen sehr beliebt. Foto_Stadt Rastatt.

Der gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) wurde von der Umweltstiftung Rastatt zur Pflanze des Monats Juli gekürt. Der deutsche Name leitet sich von den stark gezackten Blättern der Pflanze ab. Ohne je einen Löwen gesehen zu haben, stellte man sich früher so das Gebiss eines Löwen vor. Das Wildkraut ist besonders bei Kindern sehr beliebt, weil man die Samen der Pflanze - die sich an kleinen Schirmen befinden -wegpusten und beobachten kann, wie sie durch den Wind segeln. Der gewöhnliche Löwenzahn wird daher auch Pusteblume genannt. Das Wildkraut ist sehr anspruchslos und wächst nahezu überall. Es benötigt lediglich einen kleinen Fleck Erde. Allerdings bevorzugt die Pflanze stickstoffreiche Böden. Weit verbreitet wächst sie auf Wiesen und Weiden, an Feldrändern und sogar auf Wegen.

Beliebt bei den Bienen und in der Küche

Die Pflanze wird besonders von Gartenbesitzern oft als Unkraut gesehen, dabei ist sie sehr nützlich, denn sie dient als Bienenweide und trägt damit einen wichtigen Teil zur Entwicklung und zum Fortbestand bedrohter Bienenarten bei. Besonders im Frühjahr ist sie für die Bienenvölker sehr wichtig.

Der Honig, den die Bienen aus dem Löwenzahn herstellen, ist kräftig im Geschmack, goldgelb und dickflüssig. Menschen können aus seinen Blüten Sirup oder auch Gelee herstellen. Die jungen Blätter der Pflanze eignen sich sehr gut als Salat. In Verbindung mit anderen Zutaten kann aus Löwenzahn auch ein leckeres Kräuterpesto hergestellt werden. Der Löwenzahn enthält viele Bitterstoffe, sowie Vitamin C und D. Vor der Verwendung sollte man die Blätter waschen und darauf verzichten, sie am Straßenrand zu ernten.

Löwenzahn ist eine altbewährte Heilpflanze. Sie ist harntreibend, auch eine appetitanregende Wirkung wird ihr nachgesagt. Eine Besonderheit des Löwenzahns ist, dass man aus seinem Saft Gummi herstellen kann, wofür allerdings große Mengen an Löwenzahn benötigt werden. Die Verwendung des Löwenzahns als Alternative für Kautschuk wird seit vielen Jahren erforscht.