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Walnuss (Juglans regia)

Walnuss - Pflanze des Monats Oktober 2016

Trickreicher Nährstoffspender

An einem Walnussbaum wachsen sowohl weibliche als auch männliche grüne Blüten. Foto: Stadt Rastatt.
Der Baum wird bis zu 25 Meter groß.
Foto: Stadt Rastatt.

Zur Pflanze des Monats Oktober 2016 hat die Umweltstiftung Rastatt die Walnuss (Juglans regia) gewählt. Der Baum, an dem im Herbst die Nüsse hängen, erreicht eine Größe von zehn bis 25 Metern. Er blüht zwischen April und Juni. An einem Walnussbaum wachsen sowohl weibliche als auch männliche grüne Blüten. Nach dem sie durch den Wind bestäubt wurden, bilden sich die schmackhaften Nüsse. Sie sind von einer grünen Schale umgeben, die aufplatzt, wenn die Nuss reif ist. Die Walnuss ist vielseitig verwendbar, denn sie ist nicht nur lecker, sondern auch gesund, da sie wertvolle ungesättigte Fettsäuren enthält.

Die Walnuss stammt aus Asien

Die Pflanze stammt ursprünglich aus Asien, doch da die Pflanze schon früher sehr geschätzt war, brachte man sie auch in andere Länder unter anderem nach Griechenland, Italien und später auch nach Deutschland. Die Walnuss war bei den alten Griechen heilig und wurde der griechischen Göttin Diana geweiht. Allerdings enthalten die Nüsse über 60 Prozent Fett, weshalb man sie unbedingt in Maßen verzehren sollte. Neben den Fetten enthält die Walnuss auch Vitamine, Kalium, Zink, Magnesium und Eisen. Auch für die Möbelherstellung wird der Walnussbaum genutzt, da das Holz hart ist und sich gut verarbeiten lässt. Dadurch eignet es sich außerdem gut für den Bau von Musikinstrumenten.

Der Baum kann andere Pflanzen am Wachstum hindern

Untersuchungen vom Walnussbaum haben außerdem einen Trick der Pflanze ans Licht gebracht, der für ihn einen Vorteil hat. Der Baum produziert in seinen Blättern einen Stoff, der das Wachstum anderer Pflanzen negativ beeinflussen kann. Der Stoff tritt aus den Blättern aus und gelangt bei Regen in den Boden. Die umliegenden Pflanzen nehmen den Stoff auf und wachsen dadurch nicht mehr richtig. Die Wurzeln produzieren ebenfalls einen Stoff, der Nachteile für andere umliegende Pflanzen hat. Die Aufnahme des Stoffs kann für diese sogar tödlich enden. Besonders davon betroffen sind Apfelbäume und Kiefern. Durch diese beiden Tricks kann der Baum besser wachsen. Andere Pflanzen kommen ihm nicht in die Quere und machen ihm die Nährstoffe streitig, die er braucht.

Kommunen schätzen den Baum wegen des geringen Pflegeaufwands

Da der Walnussbaum stattliche Exemplare bildet und dennoch relativ wenig Pflegeaufwand verursacht, zudem wertvolles Holz und gleichzeitig ein nahrhaftes Produkt liefert, wird der Baum gerne von Kommunen entlang von Feldwegen gepflanzt. Häufig gehen Nussbäume wild in der Landschaft auf, da sich viele Tiere wie Eichhörnchen oder Eichelhäher aus den Nüssen einen Wintervorrat anlegen und auf diesem Wege die eine oder andere Nuss am neuen Standort keimen kann.

Gesundheitsfördernde Wirkung bei mäßigem Verzehr

Walnüsse sind reich an Ballaststoffen, weshalb sie gut für die Verdauung sind. Außerdem soll sich der Verzehr von Walnüssen positiv auf das Immunsystem auswirken. Sie begünstigen die Bildung von Melatonin, welches dafür verantwortlich ist, dass Menschen abends müde werden und schlafen können. Aufgrund der Inhaltsstoffe der Nuss geht man davon aus, dass der regelmäßige Genuss von Produkten aus der Walnuss sich positiv auf die Blutfettwerte auswirkt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann. Zudem wurde ein positiver Effekt bei Hautproblemen, wie trockener Haut, beobachtet, wenn regelmäßig Produkte aus der Walnuss konsumiert wurden. Das richtige Maß ist allerdings wichtig, damit sich der hohe Fettgehalt von Walnussprodukten nicht negativ auf das Körpergewicht auswirkt.

Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten in der Küche

Aus der Nuss lassen sich verschiedene Lebensmittel zubereiten: Sie eigenen sich zum Verfeinern von Gebäck oder Kuchen, auch kann man sie gut Salaten beimengen. Außerdem kann man die Nüsse pressen und erhält ein aromatisches Öl, was sich in der Küche vielseitig einsetzen lässt. Man kann Walnüsse nutzen, um Honig und Sirup zu veredeln oder um Likör zu machen. Eine weitere beliebte Variante ist das Walnuss-Pesto, das beispielsweise zu Nudeln gegessen werden kann.