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Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)

Das Scharbockskraut - Pflanze des Monats März 2014

Frühblüher aus der Familie der Hahnenfußgewächse

Das Scharbockskraut (botanisch Ranunculus ficaria) wurde von der Umweltstiftung Rastatt zur Pflanze des Monats März 2014 gewählt. Weitere Namen der zur Familie der Hahnenfußgewächse gehörenden Pflanze sind Butterblume, Frühsalat, Gichtblatt und Feigwurz.

Die runden bis herzförmigen, an der Oberseite wie lackiert glänzenden Blättchen des Scharbockskrauts sind mit das erste Grün, das man im Frühjahr unter Hecken und an Waldrändern sprießen sieht. Auch in Wiesen, Parkanlagen, Obstgärten und an Bachufern ist es nicht selten zu finden. In unseren Auenwäldern besiedelt es mit Vorliebe die flachen feuchten Mulden und Vertiefungen und kann sich hier teppichartig ausbreiten.

Zusammen mit dem Buschwindröschen (>> Pflanze des Monats März 2013) eröffnet es im zeitigen Frühjahr den Blütenreigen.

Die tagsüber bei Sonnenschein sternförmig geöffneten Blüten sind goldgelb. Sie bestehen aus 6 bis 12 Blütenblättern. Bei Einsetzen der Dämmerung oder bei Regenwetter schließen sich die Blüten.

Trotz der Bestäubung durch Bienen kommt es nur selten zur geschlechtlichen Vermehrung. Häufiger ist die ungeschlechtliche Vermehrung durch kleine weiße wie Getreidekörner aussehende Brutknöllchen, sogenannte „Bulbillen“, die sich in den Achseln der unteren Blätter entwickeln. Außerdem können sich auch aus den unterirdischen Wurzelknöllchen Neupflanzen entwickeln.

Die jungen Blätter des Scharbockskraut sind reich an Vitamin C. Salate oder Quark peppt die Wildpflanze mit ihrem nussigen Geschmack auf, auch als Spinat verarbeitet ist sie sehr schmackhaft. Die Blätter dürfen jedoch nur vor der Blüte (in jungem Stadium) verwendet werden, da sich während und nach der Blütezeit in den Blättern, Wurzel- und Brutknollen Protoanemonin ansammelt - ein Stoff, der brennend scharf schmeckt für den Menschen giftig ist .

Ab Ende Mai zieht sich das Kraut wieder unter die Erde zurück. Hier finden sich auch die stärkehaltigen Wurzelknollen der Pflanze. Wichtigste Aufgabe dieser Knollen ist die Nährstoffspeicherung; sie ermöglichen der Pflanze das rasche Austreiben im Frühjahr. In Notzeiten sollen diese Knollen sogar zu Mehl verarbeitet worden sein.

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