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Stinkgraben/Haftgraben (Ötigheim)

Projektträger:

Gemeinde Ötigheim

Nach der Umgestaltung präsentiert sich der Stinkgraben mit geschwungener Uferlinie

Das Naturschutzgebiet "Auenwälder und Feuchtwiesen westlich von Ötigheim" wird vom verzweigten Gewässersystem des Federbachs geprägt. Um dem sumpfigen Wald und die umliegenden Wiesen zu entwässern, die Wasserkraft für den Mühlenbetrieb zu nutzen und um Siedlungsabwässer rasch abzutransportieren, sind die ehemals geschwungenen und verzweigten Wasserläufe im Laufe der letzten Jahrhunderte ausgebaut worden. Damit gingen ihre natürlichen Lebensraumfunktionen weitgehend verloren.

Aufgeweitete Flachwasserzone mit Seerosen

Der Verein für Umweltschutz und Landschaftspflege Ötigheim (VUL) ergriff 2004 die Initiative, den Stinkgraben im Mündungsbereich des Haftgrabens im Nordwesten des Naturschutzgebietes zu einem abwechslungsreichen Lebensraum umzugestalten. Daraufhin kam die Gemeinde Ötigheim mit einem entsprechenden Projektantrag auf die Umweltstiftung Rastatt zu. Das Projektziel war die Erhöhung der Strukturvielfalt des Gewässers (Linienführung, Ufer und Sohle). 

Die Ufer werden einerseits von Gehölzen, andererseits von Röhricht und Hochstauden bewachsen

So wurden flache Böschungen gestaltet und die begleitenden Schluten angebunden. Steilwände als Brutplatz für den Eisvogel wurden modelliert und der Graben stellenweise breit ausgebaggert, um Laichplätze für Amphibien zu schaffen.

Damit wurde gleichzeitig der Naherholungswert für die Besucher des Naturschutzgebietes erheblich gesteigert.

Stand des Projektes:

Die Arbeiten an Stinkgraben und Haftgraben wurden im Winter 2005/2006 durchgeführt. 

Projektkosten:

Gesamtkosten                                              37.838,24 €
Ausbezahlter Förderbetrag32.970,00 €
Höhe der Förderung87 %

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