• DE

Rotbuche (Fagus sylvatica)

Rotbuche - Pflanze des Monats November 2018

Holz ist für den Möbelbau beliebt

Das Holz der Rotbuche ist im Möbelbau sehr beliebt. Foto_Stadt Rastatt.

Zur Pflanze des Monats November 2018 hat die Umweltstiftung Rastatt die Rotbuche (Fagus sylvatica) gewählt. Die Rotbuche ist die am häufigsten vorkommende Laubbaumart in den deutschen Wäldern und auch in den Rastatter Wäldern zu finden.

Ihr Name leitet sich ab aus dem leichten Rotton des harten und schweren Holzes. Die Rotbuche gehört zur Familie der Buchengewächse und ist in ganz Europa verbreitet. Da die Rotbuche sowohl auf saurem als auch auf kalkhaltigem Boden gut gedeiht und sogar im Schatten älterer Bäume heranwachsen kann, ist sie im Verhältnis zu anderen Bäumen sehr konkurrenzstark. Lediglich trockene oder staunasse Gebiete sowie regelmäßig überflutete Auwälder meidet die Rotbuche. Sie kann ein Alter von bis zu 300 Jahren und eine Wuchshöhe von bis zu 40 Metern sowie einen Stammdurchmesser von zwei Metern erreichen. Unter optimalen Bedingungen bleibt der Stamm der Rotbuche astfrei und eine mächtige Krone entwickelt sich. Der bevorzugte Standort einer Rotbuche ist kalkreicher Boden.

Eiförmige Blätter

Die Rinde der Rotbuche ist meist hellgräulich bis silbergrau und relativ glatt. Die Blätter sind auf der Oberseite glänzend grün und auf der Unterseite etwas heller. Im Herbst verfärben sie sich rot bis braun. Die Blätter sind sieben bis zehn Zentimeter lang und etwa fünf Zentimeter breit. Die Form der Blätter ist eiförmig und läuft vorne spitz zu, wobei der Rand der Blätter leicht gewellt ist. Sie stehen wechselständig an den Zweigen. Die Knospen der Buche sind etwa zwei Zentimeter lang, zugespitzt und braun. Das Blattwerk ist kurz nach dem Austrieb Ende April bis Anfang Mai sehr zart.

Bucheckern sind bei Eichhörnchen und Mäusen beliebt

Im Herbst wachsen der Rotbuche Früchte, die Bucheckern. Diese befinden sich in einem verholzten, mit gekrümmten Stacheln versehenen Fruchtbecher. Der Fruchtbecher platzt Anfang Oktober auf und gibt die Nüsse frei. Unter den Tieren – vor allem Eichhörnchen und Mäusen – sind die Bucheckern auch als Wintervorrat beliebt. Der rohe Verzehr der Bucheckern macht ihnen nichts aus. Der Mensch allerdings sollte nicht zu viele rohe Bucheckern essen, da sie Alkaloide und Fagin enthalten. Diese Stoffe können Kopfschmerzen und Magenverstimmungen auslösen.

Die Buche wird vor allem als Bauholz für die Möbelindustrie oder für den Innenausbau als Parkettboden verwendet, da der lange, oft astfreie Stamm einfach zu verarbeiten und transportieren ist. Das leicht zu verarbeitende Holz eignet sich zudem sehr gut als Holzkohle, da das harte Holz hervorragend brennt. Die Bucheckern sind nach dem Erhitzen essbar und finden geröstet Verwendung in Salaten oder als Bucheckernöl.