Kräuterbowle

Rezept von Marianne Knörre-Groß

Für die alkoholfreie Bowle benötigt man:

Ein Kräutersträußchen aus vielen aromatischen Kräutern wie:

Pfefferminze – die findet man vermutlich nur im Garten, obwohl so hier und da auch eine Feldminze zu finden ist.

Zitronenmelisse – auch diese findet man nur im Garten, wo sie sich gerne aussäht und verwildert.

Giersch, oder auch Geißfuß genannt, weil das Blatt einem Ziegenfuß ähnelt, - findet man am Waldrand und (leider oder zum Glück) auch in manchen Gärten. Die jungen noch glänzenden Blätter schmecken lecker nach Karotte. Die kann man also auch frisch verzehren (gut gegen zu viel Harnsäure!), als Gemüse oder in den Salat geben.

Gundermann oder Gundelrebe - ist das Kraut mit den langen Ranken und den runden Blättchen; da kann man gerne 2 – 3 lange Ranken nehmen.

Schafgarbe - blüht ganz weiß, manchmal auch leicht rosa und ist unter anderem ein gutes Lebermittel, ein Blutreinigungs- und ein „Frauenkraut“.

Waldmeister – aber Achtung: dieser muss unbedingt angetrocknet sein, nicht frisch verwenden; das Aroma ist angewelkt viel intensiver! Außerdem ist noch zu beachten, dass man Waldmeister nur zur Blütezeit pflückt!

Thymian – ist ein Hustenkraut, und in den „Kräutern der Provence“ zu finden, aber da er ebenfalls sehr aromatisch, kommt er auch in unsere Bowle. Wilder Thymian findet man am Murg- und Rheindamm; da blüht er im August/September.

Dost – bzw. wilder Majoran - mit ihm verhält es sich ebenso.

Lavendelzweige mit -blüten - findet man auch in den Provence-Kräutern, bei uns nur im Garten; ist sehr aromatisch und gut für’s Gemüt.

Süßdolde – die ist weniger bekannt und muss im Garten einmal ausgepflanzt werden. Wild findet man sie bei uns nicht. Das Kraut schmeckt nach Anis, die Samen nach Lakritze.

Eberraute – ein aromatisches, filigranes Bitterkraut schmeckt nach Cola.

Holunderblüten – mit ihrem süßen Geschmack, auf keinen Fall vergessen! (Leider nur im Frühjahr verfügbar)

Rosenblüten – am Besten von einer Duftrose, gehört unbedingt dazu.

Spitzwegerich, Gänseblümchen, Rotklee, Indianernessel, Nelkenwurz und Huflattichblätter - diese dürfen natürlich auch gerne dazu.

All diese Kräutlein bündelt man zusammen und hängt sie für mindestens 2 Std. in guten Apfelsaft (für die alkoholische Variante: Wein). Danach Sträußchen herausnehmen und gut ausdrücken.

Pro Liter Apfelsaft gibt man noch 1 Flasche Mineralwasser und den Saft einer Zitrone zu, (bei Wein nicht so viel Mineralwasser und keine Zitrone).

Alternative: Aromatischen Kräutertee bereiten und kalt werden lassen. Die gleiche Menge Apfelsaft, ein paar Zitronenscheiben und Sprudel dazu geben.

- Prost! -