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Gefleckter Aronstab ( Arum maculatum)

Der Gefleckte Aronstab - Pflanze des Monats April 2013

Eine der seltsamsten Pflanzen unserer Heimat

Gefleckter Aronstab (Arum maculatum), Foto: Thomas Semmelmann

Der Gefleckte Aronstab (Arum maculatum) gehört zu der Pflanzenfamilie der Aronstabgewächse, die in den Tropen stark verbreitet ist. Bei uns ist er der einzige Vertreter dieser Familie.

In der Verwaltungsgemeinschaft Rastatt kommt der Gefleckte Aronstab, der Wuchshöhen von 20 – 40 Zentimeter erreicht, nicht selten in Auenwäldern und schattigen feuchten Laubwäldern vor.

Sehr gut erkennen kann man den Aronstab an seinen spieß- und pfeilförmigen und oft dunkel gefleckten Blättern.

Das Besondere am Aronstab ist seine eigenartige Blüte, die so gar nicht in die übliche Vorstellung von einer Blüte passt. Ein Hochblatt ist zu einem Kessel umgebildet. Kleine Aasfliegen und Schmetterlingsmücken werden durch einen vorgetäuschten intensiven Aasgeruch angelockt und stürzen unweigerlich in den glatten, ölbeschichteten Kessel der Blüte. Dort werden Sie vorläufig gefangen und übernehmen die Bestäubung.

Fruchtstand mit grünen und bei Reifung roten Beeren, Foto: H.Zell, GNU Free Documentation License

Der Gefleckte Aronstab ist eine giftige Pflanze. An ihm ist von der Wurzel über die Blätter bis zu leuchtend roten Früchten so gut wie jedes Teil giftig. Mögliche Symptome sind: Haut- und Schleimhautreizungen (Brennen, Rötung, Blasenbildung, Taubheitsgefühl, Anschwellung) - eventuell Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Im Vergiftungsfall sollte man sofort die Vergiftungszentrale in Freiburg (0761/19240), einen Arzt oder eine andere Notfallnummer anrufen. 

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