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Wiesenklee (Trifolium pratense)

Der Wiesenklee: Pflanze des Monats August 2017

Nationalsymbol der Iren

Drei Blätter und bis zu hundert Blüten – ihre rötlich bis violette Farbe unterscheidet den Wiesen- vom Weißklee. / Foto: Stadt Rastatt

Die Umweltstiftung Rastatt hat den Wiesenklee zur Pflanze des Monats August gekürt. Lateinisch heißt er „Trifolium pratense“, auf der Wiese wachsendes Dreiblatt. Als solches ist er auch nationales Symbol der Iren. Der Überlieferung nach hatte Irlands Schutzheiliger Patrick die drei Blätter zur Veranschaulichung der göttlichen Dreieinigkeit benutzt. Vier statt drei Blättern besitzt der Wiesenklee nur selten, ein solcher Fund ist also tatsächlich ein Glücksfall. In seiner gewöhnlichen Ausprägung ist der Wiesenklee im Einzugsgebiet der Umweltstiftung dafür umso weiter verbreitet. Er bevorzugt nährstoffreiche, lehmige Böden und kommt nicht nur wild in Wiesen vor, sondern wird auch als Heil-, Futter- und Küchenpflanze angebaut. Neben dem Wiesenklee sind in unseren Breitengraden auch Weißklee, Feldklee, Fadenklee, Hasenklee und Schwedenklee anzutreffen.

Ein Glücksfall für Mensch und Tier

Die Blüten des Wiesenklees sind rötlich bis violett und haben ihm den Beinamen Rotklee eingebracht. Die kugelförmige Blüte der 15 bis 60 Zentimeter hohen Pflanze besteht aus bis zu 100 Einzelblüten. Ihre Blütezeit erstreckt sich von April bis Oktober. Das freut vor allem Hummeln, Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten. In ganz Mitteleuropa ist der Wiesenklee wegen seines zuckerreichen Nektars und stickstoffhaltigen Pollens eine wichtige Bienenweide. Auch bei Rehen und Hasen ist der Wiesenklee dank seines hohen Eiweißgehalts sehr beliebt. In der Küche finden die Blüten Verwendung in Suppen, Salaten oder Brotaufstrichen. Sie sind mild im Geschmack und eignen sich zudem gut als Dekoration. Frische Keimlinge des Wiesenklees haben einen milden, angenehmen Geschmack und können wie Kresse verwendet werden oder einen Salat aufwerten. Außerdem punkten sie mit wichtigen Mineralien und Spurenelementen. In Sachen Gesundheit hat der Wiesenklee ohnehin viel auf Lager: Er enthält hochwirksame Pflanzenöstrogene, die für die naturheilkundliche Behandlung von Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden. Außerdem beugen sie Gefäßerkrankungen vor und lindern allgemeine Alterserscheinungen. Momentan wird die Verwendung von Wiesenklee in der Krebsprävention und Tumorbehandlung wissenschaftlich diskutiert. In der Volksmedizin gilt er als Heilmittel gegen Durchfall, Bronchitis und Magenschleimhautentzündung. Er soll Menstruationsbeschwerden lindern und bei Erkältungen als Tee schleimlösend wirken. Sogar für den Boden, in dem er wächst, ist der Wiesenklee gesund: Kleine Knöllchen an seinen Wurzeln enthalten Knöllchenbakterien, die Stickstoff binden und so die Bodenfruchtbarkeit verbessern.