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Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense)

Der Wiesen-Storchschnabel - Pflanze des Monats Juni 2019

Violetter Hingucker

Der Wiesen-Storchschnabel ist eine echte Schönheit. Foto: Stadt Rastatt.
Der Wiesen-Storchschnabel ist eine echte Schönheit. Foto: Stadt Rastatt.

Zur Pflanze des Monats Juni 2019 hat die Umweltstiftung Rastatt den Wiesen-Storchschnabel, der mit wissenschaftlichem Namen Geranium pratense heißt, ausgewählt. Seinen Namen verdankt die Pflanze dem schnabelartigen Fortsatz des Fruchtstandes, der an einen Storchenschnabel erinnert. D

er Wiesen-Storchschnabel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die 20 bis 80 Zentimeter groß werden kann. Sie kommt auf frischen, nährstoff- und basenreichen, lehmigen bis tonigen Böden vor. Sehr wohl fühlt sie sich in Glatthaferwiesen, hat aber auch Vorkommen an Grabenrändern, auf Dämmen und Straßenböschungen. Im Wirkungsbereich der Umweltstiftung (Verwaltungsgemeinschaft Rastatt) gibt es sie verbreitet und häufig.

Wiesen-Storchschnabel sind stark behaart

Die Pflanze ist am Stängel und an den Blättern stark behaart. Die Blätter sind handförmig geteilt, besitzen also fünf schmale Lappen. Diese sind stark gesägt. Mithilfe der Blattgelenke schafft es die Pflanze, ihre Blätter immer optimal zur Sonne hin auszurichten.

Geranium pratense hat wunderschöne, blauviolette bis leicht rötliche Blüten. Die Blüte besteht aus fünf Blütenblättern und ist Nektar führend. Die Blütezeit ist von Mai bis August. Bestäubt wird die Pflanze durch Insekten. Als Blütenbesucher treten vorwiegend Schwebfliegen und Bienen auf, eher selten Falter. Somit eignet sich der Wiesenstorchschnabel hervorragend als Bienenweide.

Samen werden zwei Meter weit katapultiert

Um sich zu verbreiten, braucht der Wiesenstorchschnabel keine Hilfe, da es sich bei dieser Pflanze um einen Austrocknungsstreuer handelt: Sobald sich die Fruchtfächer von der Pflanze ablösen, werden die Samen bis zu zwei Meter weit katapultiert und die Fortpflanzung der Pflanze ist gegeben. Für Wildgärten kann man den Wiesenstorchschnabel sehr gut nutzen, er ist auch als Wildgemüse beispielsweise in Salaten leicht zu verarbeiten.