2016 Naturkunde für Kinder - Der Weißstorch

Die Grundschüler beobachteten "ihre" Störche in Plittersdorf. Foto: Grundschule Plittersdorf.
Blick auf die Störche durchs Spektiv. Foto: Stadt Rastatt.

Auch in diesem Jahr konnten Grundschulkinder „ihre“ Störche ganz nah erleben – dank der Umweltstiftung Rastatt. Dieses Mal an der Reihe: Die Grundschüler der Grundschule Plittersdorf. Sie machten sich am 23. und 24. Juni gemeinsam mit Diplom-Biologin Tanja Hofmeister und ausgerüstet mit Stativ und Spektiv auf zur Mission Störche gucken. In Plittersdorf ist das allerdings keine große Kunst, denn: Einmal um die eigene Achse drehen genügt, und schon kann man von der Schule aus direkt das erste Storchennest sehen. 14 Horste gibt es zurzeit in der Riedgemeinde. Plittersdorf ist eben ein echtes Storchendorf.

Auch Kinder aus dem Storchendorf wissen nicht alles über „ihre“ Störche

Bevor es für die Kinder ans Eingemachte ging, erhielten sie zunächst von Tanja Hofmeister eine kleine theoretische Einführung in das Leben der Störche. Sie zeigte den Grundschülern Bilder und berichtete den wissbegierigen Kindern, dass Störche zum Beispiel Schlangen essen – und zwar in einem Rutsch. Oder, dass die Eltern den Kleinen im Nest Wasser im Schnabel bringen. So lernten die Kinder ein paar neue und überraschende Dinge über die Störche.

Mit dem Spektiv ganz nah dran an den Störchen: Alle Kinder dürfen mal durchgucken


Und dann ging es auch schon los zu zwei ausgewählten Storchennestern. Eins an der Ankerbrücke und eins bei der Festhalle direkt im Garten eines Schülers. Der wusste natürlich schon allerhand zu berichten über den Alltag seiner Störche. Jedes Kind durfte durch das Spektiv schauen und konnte so die Störche ganz nah sehen: jede Bewegung, jedes Klappern mit dem Schnabel. Und natürlich auch, wie sich die Störche ihr Gefieder putzten, die Jungen fütterten oder auch Kot absetzten. Natürlich waren alle Schüler begeistert von dem, was sie live beobachteten.

Wer klappert denn da? Kinder kommunizieren mit den Störchen

Ein weiteres Highlight: das Storchenklappern. Mit einem speziellen elektronischen Gerät simulierten die Kinder zunächst das Storchenklappern – und meistens reagierte einer der Altvögel, legte den Kopf in den Nacken und klapperte zurück. Zum großen Erstaunen der Kinder, die dadurch sozusagen mit den Störchen in Kontakt traten. Heiß diskutierten sie darüber, was die Störche ihnen da wohl geantwortet hatten.

Fazit der Kinder: „Wir müssen die Störche schützen“

Obwohl die Störche mittlerweile zum Alltag der Plittersdorfer Kinder gehören, ist ihr Interesse an den Vögeln riesig. Und in einem sind sich die Kinder einig: Sie wollen, dass die Störche bleiben. Also soll das Leben und der Lebensraum der Störche sicherer gemacht werden. Beispielsweise, indem Stromleitungen unter die Erde gelegt werden.

 

 

Stand des Projekts 2016:

Dank der Finanzierung durch die Umweltstiftung Rastatt konnten im Jahr 2016 Schulkinder der 1. bis 4. Klassen der Grundschule Plittersdorf das Leben der Störche ganz nah kennen lernen.

Projektkosten 2016:

Gesamtkosten 210,00 €

Ausbezahlter Förderbetrag 210,00 €

Höhe der Förderung 100 %

In den kommenden Jahren soll das Projekt in den anderen Ortschaften der Verwaltungsgemeinschaft Rastatt, in denen Störche brüten, fortgeführt werden.